SWR legt Grundstein zur Fusion

Wie der SWR am Freitag mitteilte hat der Rundfunkrat die Fusion als “realistische Zukunftsoption” beschlossen, wodurch die von SWR-Intendant Peter Boudgoust vorgeschlagene Fusion der beiden SWR-Orchester immer wahrscheinlicher wird. Wenn jedoch bis zur nächsten Rundfunkratssitzung Ende September ein Alternativkonzept vorhanden sein, werde sich das Gremium erneut dem Thema zuwenden. Der Rundfunkrat hat bezüglich der Sparvorgaben des Senders eingewilligt.

Berichte hierzu

Badische Zeitung
Boulevard Baden

Offener Brief der Studierendenvertretungen der deutschen Musikhochschulen

Die Studierendenvertretungen einiger deutscher Musikhochschule haben sich in einem offenen Brief zu Wort gemeldet. Hier ein Auszug dessen, den vollständigen Artikel findet ihr hier.

“Sehr geehrter Herr Intendant, lieber Herr Boudgoust,
mit großer Sorge und Bestürzung haben wir von den Kürzungsplänen für beide SWR-Sinfonieorchester erfahren und möchten den offenen Schreiben von etlichen Kulturschaffenden aus Deutschland (Gesellschaft für Neue Musik, Helmut
Lachenmann, Pierre Boulez, Gerald Mertens, u.a.) hiermit Nachdruck verleihen und weitere wichtige Dimensionen Ihrer scheinbar feststehenden Vorhaben zum Ausdruck bringen, die Sie vermutlich – aus welchen Gründen auch immer – nicht
erkennen, sonst gäbe es ja die benannten Pläne nicht.
Die öffentlich-rechtliche Rundfunklandschaft in Deutschland, geprägt durch föderale Strukturen und dem Pluralismus kultureller Strömungen verpflichtet, ist eine historisch gewachsene, etablierte und in dieser Form weltweit einmalige. Die neun Landesrundfunkanstalten der ARD und ihre elf Sinfonieorchester (ohne Rundfunk Orchester und Chöre GmbH, Berlin) sind wichtige Grundpfeiler des gesetzlich verankerten Kulturauftrags der Fernseh- und Rundfunkanstalten und prägen das Bild der deutschen Medien- und Kulturlandschaft maßgebend. Im Gegensatz zum privaten Medien-, Kultur- und Rundfunksektor, der marktorientiert agieren muss, da er sonst nicht existieren kann, ist der öffentlich-rechtliche Sektor, aus unserer Sicht, nicht ausschließlich auf Quoten oder das Prinzip von Angebot und Nachfrage
angewiesen und entzieht sich somit auch teilweise den radikalen marktwirtschaftlichen Effizienzgedanken, die leider allzu häufig Kulturdebatten dominieren. Somit obliegt dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk die wichtige Aufgabe,
ein inhaltlich vielfältiges Kultur- und Informationsprogramm zu organisieren, ohne in erster Linie danach zu schauen, ob die Inhalte auch genügend Abnehmer finden! [...]”

Den vollständigen Brief findet ihr hier.

 

Review der Diskussionsrunde im Kölner Schauspielhaus

“Es hatte etwas von einem Showdown am Mittwochabend im Kölner Schauspielhaus. Etwas von einem letzten Schlagabtausch vor der entscheidenden Rundfunkratssitzung am 30. Mai. Fast drei Monate dauern die Proteste gegen die geplante Reform des Kulturradios WDR 3 jetzt schon an. Monate, in denen die WDR-Leitung bislang jeder öffentlichen Debatte mit ihren Kritikern ausgewichen war, und Monate, in denen die Initiative der „Radioretter“ auf mittlerweile 18 400 Unterstützer angewachsen ist.”

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